BDA-Preis 2014 Bremen ist entschieden

30.09.2014

Am 26.09.2014 hat die Jury bestehend aus Frau Prof. Dörte Gatermann vom Büro Gatermann + Schossig aus Köln, Herr Prof. Volker Staab vom Büro Staab Architekten GmbH aus Berlin und Herr Benedikt Hotze freier Journalist aus Berlin über die Preisträger entschieden.

Preisträger:

Schuppen 1, Bremen
Westphal Architekten, Bremen
"Durch die Transformation einer alten Lagerhalle wird eine frühere Hafenanlage in überraschender Weise umgenutzt. Dabei entstehen im Erdgeschoss ein Oldtimerzentrum und im Obergeschoss eine unkonventionelle Wohnnutzung mit Teilmaisonetten. Das Problem des 50 Meter tiefen Baukörpers wird durch eine asymmetrisch eingeschnittene Straße im Obergeschoss gelöst. Die Ruppigkeit der reduzierten Mittel ist dem Bestand angemessen und erzeugt trotzdem hohe Emotionalität."

Büro- und Geschäftshaus Bahnhofstraße 1, Bremen
Max Dudler, Berlin, und Dietrich Architekten, Bremen
"Das innerstädtische Büro- und Geschäftshaus überzeugt trotz großer Höhe mit einer skulpturalen Eckausbildung, die in die Nachbarbebauung hinein vermittelt. So entsteht trotz der rigiden Fassadengestaltung ein lebhaftes Spiel der Formen unter dem Licht. Der skulpturale Ansatz wird durch die Tiefe der Fensterleibungen und die Reduzierung der Materialien auf Glas und Stein betont."

Erweiterung und Umbau Kunsthalle Bremen
Hufnagel Pütz Rafaelian, Berlin
"Bei der symmetrischen Erweiterung des historischen Bestandsbaus überzeugt besonders im Inneren die räumliche Zusammenführung von Alt und Neu mit einer gebäudehohen Fuge. Die Detailausbildung zwischen Alt- und Neubau und die Materialität im Inneren sind ebenfalls ansprechend. "

Mensa Schulzentrum Carl von Ossietzky, Bremerhaven
Schultz Sievers Architektur, Bremerhaven
"Mit einfachen Mitteln wird eine alltägliche Bauaufgabe auf angenehme Art gelöst, und es entsteht ein angemessener Aufenthaltsraum. Der vorgezogene gelbe 'Hut' erzeugt Identität und dient gleichzeitig als Sonnenschutz. Durch ihre Zeichenhaftigkeit bildet die Mensa das neue Zentrum der Schulanlage aus."

 

Anerkennungen:

6. Bauabschnitt Hochschule Bremerhaven
Kister Scheithauer Gross, Köln
Im Zusammenspiel mit dem vorangegangenen Bauabschnitt bildet dieses Projekt ein überzeugendes räumliches Ensemble. Im stürmischen und regnerischen Bremerhaven sorgt eine markante räumliche Geste für einen Wetterschutz und eine originelle (Neben-)Eingangssituation.  Die Art des ´Ziegels und seine Verarbeitung sind überzeugend.

Sports and Convention Center der Jacobs University Bremen
Max Dudler, Berlin, und Dietrich Architekten, Bremen
Als Ergänzung einer Wehrmachtskaserne, die für eine private Universität umgenutzt wird, setzt der Verfasser eine markante, solitäre Großform an den Rand eines Sportplatzes und definiert damit diesen Ort neu.

Kindertageseinrichtung der evangelischen Gemeinde Oberneuland
KSV Krüger Schuberth Vandreike, Berlin
Sowohl in seiner städtebaulichen Proportionierung – nämlich die Aufteilung des gesamten Volumens in drei bzw. vier Einzelhäuser – bildet sich eine differenzierte Volumetrie aus. So entsteht eine Maßstäblichkeit, die einem Kindergarten angemessen ist, ohne die Bauaufgabe zu veniedlichen. 

Neubau Einfamilienhaus Braunschweiger Straße, Bremen
architekten fsb frenz schwanewedel bollmann, Bremen
Das Stadthaus Peterswerder stellt eine überzeugende Interpretation des „Bremer Hauses“ dar – sowohl in seiner räumliche Organisation als auch in der Wahl von Motiven der klassischen Moderne.

Gästehaus 6 x 6 x 6
Architekt Theis Janssen, Bremen
Die kleine Bauaufgabe Gartenhaus erzeugt mit einer klugen räumlichen Setzung gut proportionierte und besondere Außenräume. Im Inneren entsteht ein intimer und dem Nutzer auf dem Leib geschneiderter Rückzugsort.

Wohnanlage auf dem Stadtwerder
Hilmes Lamprecht Architekten; Architekt Theis Janssen; Ravens Architekten; OMP; as2architektur Schomers-Schürmann; Haslob Kruse und Partner, alle Bremen; Lorenzen Architekten GmbH, Berlin
Durch die Vorgabe einer flexiblen Grammatik entsteht eine Siedlung von insgesamt hohem Niveau, wobei die Qualitäten je nach Einzelprojekt in unterschiedlichen Aspekten zu sehen sind wie innenräumliche Aufteilung, Grundrisskonzeption, Fassadenbehandlung oder Freiraumgestaltung. Alle acht für den Stadtwerder eingereichten Arbeiten erhalten diese Gruppen-Anerkennung zu gleichen Teilen.

 

Seite drucken

Seite versenden